20 Jahre Jubiläum
Seit unserer Gründung im Jahr 2006 engagieren wir uns für den öffentlichen Diskurs über Architektur, Stadtplanung und Gesellschaft und schaffen Räume für Austausch, Diskussion und Reflexion. 20 Jahre AD – ein Anlass zum Feiern.
Ein Rückblick in Anekdoten
Ob Architecture Lectures, Mittagsführungen, Stadtgespräche, Architekturreisen oder ArchiChill: Unsere Veranstaltungen bieten neben Einblicken oft auch Überraschendes.
Wussten Sie, dass eine Begegnung und ein Frühstück mit Ray Eames zu den frühen Wegmarken unserer Geschichte zählt? Alles begann mit Begegnungen. Zeit für einen etwas anderen Rückblick.
Alles eine Frage der Technik
In den Anfangsjahren der ‹Architecture Lectures› – noch mit analogen statt digitalen Geräten – kam es gelegentlich zu Abstimmungsproblemen bei der Technik. Kommt die Referentin mit einem Dia-Karussell oder mit einem rechteckigen Magazin? Damit sie projiziert werden konnten, mussten mitunter kurz vor Veranstaltungsbeginn Hunderte Diapositive in das passende Magazin umgeschichtet werden.
Bild(er): © Fotograf:innen
VON ALVAR BIS ZAHA
Die lange Liste der berühmten Namen aus Werner Blasers Netzwerk reichte von Alvar Aalto über Mies van der Rohe bis hin zu Zaha Hadid. Mit seinem Buch über japanische Teehäuser erregte er die Aufmerksamkeit von Mies, den er später in einer Monografie porträtierte. Mit diesem Megaseller als Referenz in der Tasche öffneten sich ihm die Türen vieler anderer Architekt:innen. Ray Eames machte ihm sogar einmal ein Frühstück. Nach den von Blaser organisierten Vorträgen ass man in der Kunsthalle. Auch Rolf Fehlbaum war dabei und lernte so den einen oder anderen seiner späteren Vitra-Architekt:innen kennen.
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Thomas Kessler wundert sich
Der Basler Kantons- und Stadtentwickler Thomas Kessler kam 2011 als Gast zur Führung im Wohnhochhaus von Diener + Diener Architekten an der Markthalle. Er war begeistert vom enormen Zuspruch. «Zu unseren Veranstaltungen kommen nie so viele Leute … Wie macht Ihr das?», war seine Frage. Das über viele Jahre aufgebaute Netzwerk von AD erwies sich immer wieder als verlässlich – und beeindruckte.
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Mit dem Car zur Führung
Eine der Mittagsführungen der trinationalen Architekturtage prägte sich besonders ein: AD hatte 2012 zur Besichtigung des Neubaus Wohnhaus Bläsiring 154 von Buchner Bründler Architekten eingeladen. Das Interesse war riesig: Rund 250 Interessierte nahmen an einem Rundgang im Haus teil. Die Veranstaltung dauerte schliesslich mehrere Stunden. Unter den Gästen war auch eine grosse Gruppe Architekturstudierender der Hochschule für Technik Stuttgart – extra mit dem Car angereist.
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Vitra hat zu wenig Stühle
Der Vitra Campus im benachbarten Weil am Rhein ist seit jeher ein Magnet für Architekturfans aus aller Welt. Nachdem SANAA im Jahr 2012 einen Neubau für die Möbelproduktion errichtet hatten, luden AD und das Vitra Design Museum zu einem Vortrag von Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa ein. Die riesige Produktionshalle füllte sich mit immer mehr Menschen. Platz gab es genug – nur Stühle nicht! Das sorgte an diesem Veranstaltungsort für grosse Heiterkeit im Publikum.
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Tanz mit Langzeitwirkung
‹Mittagsführung› im neuen Gebäude des Amts für Umwelt und Energie: Zwei Tänzer positionierten sich im Treppenauge – dem einzigen Ort, von dem aus die zahlreichen Gäste von allen Stockwerken zuschauen konnten. Während des Tanzes hatten sie Kreide an den Händen und Füssen und bemalten drei Leinwände, die an der langen, vertikalen Wand des Liftschachts hochgezogen waren. Das Amt für Umwelt und Energie war von der Performance so begeistert, dass es die entstandenen Werke im Nachhinein ankaufte.
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Monolog statt Dialog
Im Format ‹Architektur und …› diskutieren immer mehrere Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen. Die drei Abende zu einem Thema beginnen mit fünf- bis zehnminütigen Statements der Gäste. Doch ein Referent war nicht zu bremsen. Ein vorsichtiger Hinweis nach 25 Minuten Redezeit, dass es sich nicht um einen Vortrag handeln sollte, fruchtete allerdings nur wenig. Am Ende stand der Referent eine knappe Dreiviertelstunde am Mikrofon, bevor sein Gesprächspartner zu Wort kam.
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BSA-Gugelhupfe als Rettung
AD stellte im Rahmen von ‹Hier und Jetzt› die neue Wohnsiedlung Gempenstrasse von nord Architekten vor. Da die Veranstaltung abends in Birsfelden stattfand und es regnete, wurden nur wenige Gäste erwartet. Entsprechend knapp war der Apéro, als plötzlich 120 Personen eintrafen. Glücklicherweise hatte der BSA Basel zu einem Rundgang in der Siedlung eingeladen und zu viel Essen bestellt. Dank der übriggebliebenen BSA-Guggelhupfe gab es ein Gelage bis spät in die Nacht.
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Ein Abend zum Feiern
Am Donnerstag, 28. Mai 2026, laden wir herzlich zum Fest anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums ein. Gemeinsam mit unseren Gästen blicken wir zurück und nach vorn – auf zwei Jahrzehnte Baukultur und die Zukunft des Dialogs.
Stimmen aus Vergangenheit und Gegenwart, inspirierende Geschichten, Musik, Kulinarik und Begegnungen machen den Abend zu einem lebendigen Fest, das verbindet.
Bild: © Lina Meisen