Was passiert, wenn zwei Pioniere der Raumwahrnehmung aufeinandertreffen? Zum Auftakt unseres Wochenendes zeigen wir den Film «Le Corbusier» von Carlos Vilardebo und stöbern in Kurzfilmen zu Lucius Burckhardt. Der Architekt Le Corbusier nutzte das Medium Film, um seine Visionen von Bewegung und Perspektive lebendig werden zu lassen. Der Soziologe Burckhardt hingegen entwickelte mit seiner Spaziergangswissenschaft eine Methode, die uns lehrt, unsere Umwelt mit allen Sinnen zu erkunden und Perspektiven zu wechseln.
Beide verbinden eine zentrale Frage: Wie wird Raum nicht nur gestaltet, sondern auch erlebt und hinterfragt? Während Le Corbusier mit filmischen Experimenten seine architektonischen Theorien in Bewegung setzte, nutzte Burckhardt die Bewegung, um durch Perspektivenwechsel Prozesse sichtbar zu machen.
Im Anschluss diskutieren wir im Foyer, wie diese Ansätze heute in Architekturvermittlung und Stadtforschung weiterwirken - von partizipativen Raumbegehungen bis zu filmischen Forschungsmethoden.
Beteiligte
*Marcel Bächtiger (1976): Architekturhistoriker, Filmemacher und Redaktor der Zeitschrift Hochparterre. Autor des 2025 bei Birkhäuser erschienenen Buches Kino-Obsessionen. Le Corbusier, die Architektur und der Film.
*Léonard Wiesendanger (1996): Gründungsmitglied des spaz Verlags und von «jetztzeit», Geschäftsführer des «Lokals für Raumbegehung»
Details zur Anmeldung folgen.